Mit dem eindrucksvollen Präventionstheaterstück „Alkohölle“ gastierte das Theaterspiel Witten am 11.06.2026 an der IGS Horhausen. Die Veranstaltung fand im Rahmen eines Projekts des Regionalen Arbeitskreises Suchtprävention (RAK) in Kooperation mit dem Kinder-und Jugendschutz sowie der Schulsozialarbeit der IGS Horhausen statt.
Das Theaterstück erzählt die bewegende Geschichte der Jugendlichen Lena und setzt sich eindrucksvoll mit den Themen Alkoholkonsum, Sucht, familiäre Belastungen und Eigenverantwortung auseinander. Die lebensnahe Inszenierung machte deutlich, welche Auswirkungen Alkoholmissbrauch nicht nur auf Betroffene, sondern auch auf deren Familien und soziales Umfeld haben kann. Mit einer Mischung aus Schauspiel, Emotionen und Humorgelang es den Darstellenden, die Jugendlichen zu fesseln und zum Nachdenken anzuregen.
Im Anschluss an die Aufführung fand eine gemeinsame Nachbesprechung statt. Neben den Schauspielenden standen Gerhard Weyer, ehemals alkoholabhängiger Betroffener, und seine Frau Ellen Weyer, den Schülerinnen und Schülern für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Die persönlichen Erfahrungen von Gerhard Weyer verliehen den Inhalten des Theaterstückseine besondere Authentizität und machten deutlich, dass Sucht jeden Menschen treffen kann– und, dass der Weg aus der Abhängigkeit möglich ist.
Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, offen Fragen zu stellen und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Die Kombination aus Theateraufführung und persönlichem Austausch machte die Veranstaltung zu einem nachhaltigen Erlebnis und hinterließ bei vielen einen bleibenden Eindruck.
Die Organisatoren des Regionalen Arbeitskreises Suchtprävention ziehen ein durchweg positives Fazit: Das gemeinsame Projekt zeigte eindrucksvoll, wie wirkungsvoll Präventionsarbeit sein kann, wenn sie Jugendliche emotional erreicht und Raum für persönliche Begegnungen schafft.