Am Freitag, den 27.3.2026, feierten 48 Abiturient*innen der IGS Horhausen ihre bestandenen Reifeprüfungen mit ihren Familien und der Schulgemeinschaft im Kaplan-Dasbach-Haus in Horhausen. Durch den feierlichen Abend führten Elina Masur und Sophia Schmidt.
Entscheidungen, die durchs Leben führen
Der Schulleiter Christian Worliczek begrüßte die anwesenden Gäste mit einer Rede „klassisch Worliczek“ – sprich: kurz und prägnant. Wichtig seien nun die Entscheidungen, welche die Schüler*innen ab nun nicht nur selbst treffen, sondern auch selbst tragen müssen: sei es bezüglich des Berufs, des Wohnorts oder des Lebensstils. Den Eltern gab er mit auf den Weg, stets beratend und unterstützend zur Seite zu stehen – und die Weisheit, welche getreu Wilhelm Busch auch in der Schule gelehrt wurde, gehe nun an die Eltern über, damit diese sie weiterhin den Kindern vermitteln können.
Eingeleitet wurde hiernach der Abend von einem Schülerensemble aus Abiturient*innen, welches „7 years“ von Lukas Graham neu interpretiert und auch auf den Abiturjahrgang angepasst darbot.
Die diesjährige Rede des Abiturjahrgangs wurde von Luca Becker gehalten, der sich inhaltlich von seiner Leidenschaft, dem Fußball, hat inspirieren lassen. So sei die Übergabe des „Blatt Papiers“ zwar der Abpfiff des Lebens an der Schule, welches im Nachhinein gar nicht immer so dramatisch war, aber auch der Anpfiff eines komplett neuen Lebens danach.
Fred Jüngerich, der Verbandsgemeindebürgermeister, bestellte herzliche Grüße von Landrat Herrn Dr. Peter Enders, der an den Feierlichkeiten leider nicht teilnehmen konnte. Er sprach in seiner Rede vom Wandel, den der Beruf eines Lehrers in den letzten 75 Jahren erlebte: inzwischen sei der Lehrer vor allem „Lernbegleiter“, besonders, wenn KI zum Einsatz käme. Er sprach auch diejenigen Schüler*innen an und zollte denen Respekt, die vielleicht das Abitur nicht erreicht haben, jedoch trotzdem zum Feiern erschienen sind. Er ermutigte sie wie auch die Abiturient*innen dazu, immer nach vorne zu blicken, denn wenn auch mal „ein Spiel verloren wäre“, es noch immer viele weitere Chancen im Leben gäbe. Auch er kam auf Entscheidungen zu sprechen, welche die Abiturient*innen nun treffen können, zum Beispiel im Bereich Umwelt- und Klimaschutz sowie sozialer Gerechtigkeit und dem Entschluss, nach abgeschlossenem Studium wieder in die Heimat zurückzukehren.
Ehre wem Ehre gebührt
Im Anschluss durfte sich Hanna Tamas glücklich schätzen, denn sie bekam von ihm im Namen des Landrats den Preis für herausragendes soziales Engagement verliehen. Direkt im Anschluss gratulierte Herr Jüngerich außerdem Rebekka Korell und überreichte ihr den Raiffeisen-Preis für das beste Abitur (Notenschnitt: 1,2). Rebekka Korell durfte sich doppelt freuen, denn sie erhielt später noch die Auszeichnung des Philologenverbandes für ihre außergewöhnlichen Leistungen im Fach Geschichte. Luca Becker wurde mit dem Preis des Bildungsministers, welcher für beispielhafte Haltung und soziales Engagement steht, ausgezeichnet.
Herr Thomas Schmidt, der Ortsbürgermeister von Horhausen, gratulierte den Abiturient*innen und zeigte sich vom Miteinander der Schüler*innen sowie Lehrkräfte der IGS Horhausen sowie der Moderation des Abends beeindruckt. Er bezeichnete die Schulgemeinschaft als ordentliche Basis, auf der die Schüler*innen bauen könnten und welche sie gut gerüstet in die Welt schicken werde.
Yvonne Runkel, 1. Vorsitzende des Schulelternbeirats, brachte mit ihrer Rede die Perspektive der Eltern in den Abend mit ein. Aus den Kindern, denen man gestern noch Pausenbrote und Turnbeutel gepackt habe, seien inzwischen ganz wunderbare Menschen geworden, und dies läge nicht zuletzt an der Geduld, dem Einfühlungsvermögen und dem Humor der unterrichtenden Lehrkräfte, die Mut geschenkt, motiviert und ab und an ein Auge zugedrückt haben, um die Schüler*innen auf ihrem Weg bestmöglich zu begleiten. Sie schloss mit dem Rat an die Schüler*innen, immer das zu tun, was sie glücklich mache.
Abschied von den Stammkursen – sometimes literature says it best
Frau Michaela Bühler, Herr Markus Freudenberger und Frau Maike Schradin nahmen bei der Zeugnisübergabe persönlich von ihren Stammkursen Abschied, sei es mit den Worten Shakespeares „Parting is such a sweet sorrow“ oder getreu dem Motto des Abends „There’s not a star in heaven that you cannot reach“. Auch Apollinaire fand mit seinen Worten: „Ab und zu ist es gut, in unserem Streben nach Glück innezuhalten und einfach glücklich zu sein“ Einzug in den herzlichen Abschied, der durch ein eigens für die Abiturient*innen umgeschriebenes Lied „Maat Et Joot“ inklusive Musikvideo, bei welchem kaum ein Auge trocken blieb, bitter sweet ausklang. Die Schüler*innen werden ihren Stammkursleiter*innen sicherlich lange im Gedächtnis bleiben – und vice versa.
Tanz, Gesang und Show-Einlagen
Aufgelockert wurde der Abend durch verschiedene Einlagen der Abiturient*innen sowie der Lehrkräfte, so überraschte ein Tanz mit Masken, welche die Gesichter der unterrichtenden Lehrkräfte zeigten, mit dem ein oder anderen ungewohnten Move und der Auftritt der Lehrkräfte, welcher mit Bildern aus der Schulzeit sowie kleinen nachgestellten Szenen zum Schmunzeln einlud. Selbst geknipste Bilder und gedrehte Videos ließen Momente der vergangenen Schuljahre erneut aufleben, so dass sie im Gedächtnis bleiben konnten.
„You are braver than you believe, stronger than you seem, and smarter than you think.” Die vielversprechende Zukunft der Abiturient*innen der IGS Horhausen begann genau jetzt.
© Text: Rebecca Keller, komm. stellvertretende Schulleiterin
© Bild: Sabrina Storz