Alles war bereitet, der Bus war da, alle Schülerinnen und Schüler auch. Und so ging es los Sonntagnacht um 23.30h mit dem Bus nach Mailand. Wir rollten ungestört durch die Nacht, nach zwei Stunden war Ruhe im Bus, und die meisten von uns haben die Fahrt durch die Schweiz und den Gotthart-Tunnel wohl verschlafen. Nach 12 Stunden waren wir am Hotel, das Einchecken lief problemlos, die Zimmer waren bereits im Vorfeld verteilt. Erster Programmpunkt war eine Stadtführung, Treffen am beeindruckenden Mailänder Dom. Wir sahen das Schloss der Sforza, eine anmutige Innenstadt, teure Geschäfte in der Viktor-Emanuel-Passage. Die Euphorie siegte über die Müdigkeit, und gute Laune trug uns durch die Straßen der norditalienischen Kapitale. Abends war es ruhig im Hotel, alle schienen rechtzeitig im Bett.
Gestärkt durch ein gutes Frühstück ging es es mit der Metro zum Museo Leonardo da Vinci, in welchem wir sowohl da Vincis Erfindergeist als auch die Errungenschaften moderner Technik bewundern durften. Und dann kam der Schüler liebste Zeit: Freizeit in Mailand zum Schoppen, Flanieren und Gucken. Und wo man auch war, zeigte sich Mailand als eine erinnerungswürdige Stadt.
Am Mittwoch ging es mit dem Bus zum Lago Maggiore und mit kleinen Booten auf die Isola Bella, die ihrem Namen mehr als gerecht wird. Der Palazzo Borromeo und seine Gärten erinnern an vergangene Herrschaft und rauschende Feste, See und Panorama mit den Alpen im Hintergrund zeigten uns die Schönheit der Welt. Der Rest des Tages gehörte den Schülern, die schöne Plätze, Cafes und Bars für sich entdeckten. Ein kleiner Teil von uns bestieg das Dach des Mailänder Doms und staunte sowohl über das Bauwerk als auch über den Ausblick.
Ein letzter Programmpunkt wartete am Donnerstag auf uns: Das Laboratorio Ansaldo, eine alter Industriekomplex, in dem die Kulissen und die Kostüme für die Scala angefertigt werden. Nach zweistündiger Führung auf der Galerie war uns klar, mit welchem Aufwand das berühmteste Opernhaus der Welt betrieben wird.
Und dann war es plötzlich Freitagmorgen acht Uhr, und eigentlich wollte kaum einer nach Hause, denn Mailand hatte uns ganz für sich gewonnen durch seine Schönheit und durch die Freundlichkeit der Menschen. 13 Stunden später waren wir in Horhausen, dank eines umsichtigen Busfahrers und nicht allzuviel Stau. Milano, bella citta, a la prossima volta.