Eine Woche auf dem Wasser, gemeinsam anpacken, Verantwortung übernehmen und dabei jede Menge Abenteuer erleben – beim Segelprojekt 2026 der IGS Horhausen wurde Schule einmal ganz anders erlebt.
Vom 17. bis zum 22. Mai 2026 machten sich 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 sowie 9 bis 11 gemeinsam mit Herrn Lehmann und Herrn Göth als Projektleitern sowie Frau Edinger als Begleitperson auf den Weg in die Niederlande.
Ein etwas anderer Start
Eigentlich sollte die Fahrt mit der „Josiana-Elisabeth“ stattfinden. Aufgrund eines kurzfristigen Motorschadens musste jedoch umgeplant werden. Die Gruppe wechselte auf die „Manna“, die ebenfalls zur Reederei Vooruit gehört.
Dort warteten bereits Skipper Ru und Matrosin Maria, die die Schülerinnen und Schüler während der kommenden Tage in die Welt des Segelns einführten. Nach einem gemeinsamen Abendessen und einem Spaziergang durch den Hafen konnte sich die Gruppe auf die kommenden Tage einstimmen.
Endlich: Leinen los!
Am nächsten Morgen wurde es ernst. Nach dem Frühstück erklärten Ru und Maria zunächst, wie das Schiff funktioniert und worauf beim Segeln zu achten ist. Dann hieß es zum ersten Mal: Leinen los und Segel setzen!
Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt durch die Schleuse, durch die die Gruppe vom Wattenmeer auf das Ijsselmeer gelangte. Der Wind ließ an diesem Tag allerdings etwas auf sich warten. Auf dem Weg nach Enkhuizen musste die Fahrt in der Nähe eines Offshore-Windparks zunächst unterbrochen werden. Kurzerhand wurde das Tagesziel geändert und Stavoren angesteuert. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler den Ort erkunden und am Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben.
Mit mehr Wind nach Enkhuizen
Am dritten Tag zeigte sich das Ijsselmeer von seiner segelfreundlicheren Seite: Deutlich mehr Wind sorgte für beste Bedingungen und machte die Fahrt nach Enkhuizen zu einem besonderen Erlebnis.
Nach der Ankunft im großen Hafen blieb Zeit, die Stadt in kleinen Gruppen zu erkunden. Am Abend wurde gemeinsam gegessen. Während einige noch einmal an Land gingen, ließen andere den Tag bei gemeinsamen Spielen an Bord ausklingen.
Durch die Schleuse nach Terschelling
Am vierten Tag zeigte sich, dass eine Segeltour nicht nur von Wind und Wetter, sondern auch von den Gezeiten und den natürlichen Bedingungen abhängig ist. Aufgrund des niedrigen Wasserstands und der zahlreichen Sandbänke musste das Schiff teilweise mit Motorkraft unterstützt werden, um sicher weiterfahren zu können. Angekommen auf der Insel Terschelling, blieb Zeit für verschiedene Aktivitäten: durch den Ort bummeln, am Strand spazieren oder einfach gemeinsam die freie Zeit genießen.
Einige Schülerinnen und Schüler wagten sogar ein besonderes Abenteuer und übernachteten auf dem Deck des Schiffes.
Terschelling – Strand, Fahrräder und gemeinsame Zeit
Der fünfte Tag stand ganz im Zeichen der Insel. Nach dem Frühstück und einem Landgang ging es mit dem Fahrrad zum Hochseestrand. Dort war für jeden etwas dabei: im Meer baden, Spikeball spielen, spazieren gehen oder einfach gemeinsam Zeit verbringen.
Der letzte Abend an Bord wurde anschließend mit Gesellschaftsspielen, Gesprächen und jeder Menge gemeinsames Lachen in vollen Zügen genossen.
Mehr als nur eine Segeltour
Am letzten Tag hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach dem Frühstück auf See ging es zurück nach Harlingen und von dort mit dem Bus zurück nach Horhausen.
Was bleibt, sind viele gemeinsame Erinnerungen – und Erfahrungen, die weit über das eigentliche Segeln hinausgehen.
Alle konnten dabei erfahren, was es bedeutet, als Gruppe auf engem Raum zusammenzuleben, Rücksicht aufeinander zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu finden. Gleichzeitig blieb viel Raum für Spaß, Abenteuer und persönliche Erlebnisse.
Eine Reise, die in Erinnerung bleibt
Eine Woche auf dem Wasser, wechselnde Wetterbedingungen, neue Orte, gemeinsame Aufgaben und viele besondere Momente: Das Segelprojekt 2026 war für die Schülerinnen und Schüler eine außergewöhnliche Erfahrung.
Ein herzliches Dankeschön gilt Herrn Lehmann und Herrn Göth für die Leitung des Projekts, Frau Edinger für ihre Begleitung sowie Skipper Ru und Matrosin Maria für ihre Unterstützung und die vielen wertvollen Einblicke in das Segeln.
Leinen los – und bis zum nächsten Abenteuer!